Pizzeria Anarchia

Pizzeria Anarchia
Mühlfeldgasse 12, 1020 Mazzes / Wien
http://pizza.noblogs.org

PizzeriA Geburtstagsfest 17.11.

  • November 16, 2012 01:18

Die PizzeriA wird ein Jahr! Die Party beginnt ab 19:30, oder ihr kommt gleich nach der Demo mit (siehe unten). Es wird Essen, Getränke, einen live-Auftritt und Auflegerei geben.

hier zwei Plakate (klicken für große Version):

  

Hauseigentümer macht schon wieder Stress, Polizei spielt mit!

  • August 8, 2012 17:43

Nachdem die Castella GmbH unter Führung von Alaev und Motaev vor knapp einer Woche einen illegalen Räumungsversuch unternommen haben, kamen sie heute zurück und versuchten den spieß umzudrehen. Sie beschuldigten die Bewohner_innen in ihre(!) Wohnungen eingebrochen zu sein. Die Polizei spielte mit und verwehrte Pizza-Angehörigen den Zutritt.

Kommt vorbei und unterstützt uns!

die miete steigt – pizza bleibt

Die Pizzeria wird von Tag zu Tag schöner!

  • August 7, 2012 18:01

Bilder anklicken zum Vergrößern!

 

 

Eigentümer versuchen illegale Räumung!

  • August 2, 2012 21:06

Die Eigentümer der Castella GmbH versuchen seit heute nachmittag eine illegale Räumung der Pizzeria und der vom Verein gemieteten Wohnungen. Zur Unterstützung haben sie sich etwa zehn Bauarbeiter, Markus Schwaiger und einen weiteren Mitarbeiter vom Detektivunternehmen MSI sowie einen Schlosser mitgebracht. Mehrere Wohnungen wurden aufgebrochen und die Schlösser ausgetauscht. Es wurde der Versuch gemacht, die Tür der Pizzeria zu zu mauern. Steine und Mörtel liegen noch immer vor der Tür. Im Stiegenhaus wurden Menschen daran gehindert, hoch zu gehen und zu ihren Wertsachen in den Wohnungen zu gelangen. Dabei wurden mehrfach Menschen angepackt, weggedrängt und gegen die Wand gedrückt. Auch der Eigentümer Avner Motaev wurde dabei mehrfach handgreiflich. Für eine reguläre Räumung müssten die Eigentümer eine Räumungsklage bei Gericht einbringen und die Entscheidung des Gerichtes abwarten. Es handelt sich nicht um eine Hausbesetzung, da die Menschen von den Eigentümern selbst ins Haus gelassen wurden, daher ist auch der Paragraph zur Räumung von Besetzungen nicht anwendbar. Das weiß auch die Polizei. Das Resultat davon ist, dass die Polizei sagt, sie habe sich neutral zu verhalten. Es gibt die Aussage seitens der Polizei, das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung habe die Anweisung gegeben, nicht einzuschreiten. Die Eigentümer glauben, sie könnten alles machen, weil sie im Grundbuch stehen. Das Eindringen in Wohnungen sowie die Handgreiflichkeiten sind davon aber natürlich nicht gedeckt. Scheinbar wollen die Eigentümer die Öffentlichkeit eines Gerichtsprozesses meiden, weil darin ihre Methoden noch weiter offen gelegt werden könnten.

Bitte kommt zur Unterstützung vorbei, die Anwesenheit von vielen Menschen ist definitiv ein Schutz, auch für unsere körperliche Unversehrtheit.

Liebe Leute

  • Juli 16, 2012 18:44

-> [als .pdf] Liebe Leute

vielleicht habt ihr schon einmal von der Pizzeria in der Mühlfeldgasse 12 gehört. Wir sind ein offenes Kollektiv von Leuten, die das Lokal nutzen, um einen Ort zum Treffen, Reden, für Veranstaltungen aller Art, gemeinsames Kochen und Essen zu schaffen.

In ganz Wien, auch in diesem Grätzel, steigen die Mieten unaufhörlich, Menschen die bisher hier gelebt haben, werden verdrängt, die Häuser renoviert und entweder teuer vermietet oder als Eigentumswohnungen verkauft. Gleichzeitig wird der öffentliche Raum vermarktet und es gibt immer weniger Plätze die für alle Menschen zugänglich sind. Ähnliche Entwicklungen gibt es in den Großstädten der ganzen Welt, aber an mehr und mehr Orten entwickeln sich neue Ansätze der gegenseitigen Hilfe und Zusammenarbeit um dieser subtilen Form von Gewalt kreativ Widerstand zu leisten. Eine wichtige Rolle dabei können kollektiv selbstverwaltete Räume spielen, in denen die Menschen zusammenkommen und gemeinsam etwas verwirklichen können.

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Spekulation mit Wohnraum in Wien

  • Juli 10, 2012 17:49

-> [als .pdf] Spekulation mit Wohnraum in Wien

Über das Haus in der Mühlfeldgasse 12 und die Methoden der Eigentümer

Der Prozess der sogenannten Bestandsfreimachung spielt eine zentrale Rolle bei der Spekulation mit Wohnraum. Die Vorfälle rund um das Haus in der Mühlfeldgasse waren zuerst in diesem Zusammenhang Thema in einem Augustin-Artikel vom 17. November 2011. Am Beispiel dieses Hauses lässt sich ein Eindruck gewinnen, mit welchen Methoden dabei teilweise verfahren wird.

Bereits der Voreigentümer schaffte es, das Haus bis auf drei Wohnungen zu entmieten. Dabei wurde unter anderem auf ein Ehepaar Druck ausgeübt, das bereits seit vier Jahrzehnten in dem Haus wohnt. Ihre Wohnung liegt im dritten Stock unterm Dach, ist aus zwei Wohnungen zusammengelegt, groß und hell. Damit ist sie sehr attraktiv etwa zum Verkauf als Eigentumswohnung. Mieter_innen mit einem alten, verhältnismäßig billigen Mietvertrag sind da natürlich ein Dorn im Auge. Irgendwann wurde Gerumpel vom Dachboden her gehört, als ein Mieter ins Stiegenhaus kam um nachzusehen, wurde der Eigentümer gesehen, wie er sich in einer Nische versteckte – wie ein Dieb im eigenen Haus.

Kurz darauf lief bei Regenfällen Wasser in die Wohnung des Ehepaars, mindestens einmal stand es knöcheltief. Das Dach war bis dahin immer dicht gewesen. Der Eigentümer weigerte sich, für die Reperatur aufzukommen. Seit Sommer 2011 ist das Haus verkauft, und es ist immer noch unklar, ob der ehemalige Eigentümer oder die aktuelle Eigentümerin, die Castella GmbH die Kosten für die Sanierung des Wasserschadens übernehmen wird. Derweil sind zwei Räume der Wohnung u.a. aufgrund von Schimmelbefall nicht nutzbar.

Die Castella GmbH setzt die Vertreibungstaktik des Voreigentümers fort, treibt sie sogar noch auf die Spitze. Sie kaufte das Haus, nachdem eine Zeit lang viele Kaufinteressierte vorbeigekommen waren. Scheinbar war es nicht einfach, das Haus mit drei verbliebenen Mietparteien zu verkaufen. Denn der größtmögliche Profit lässt sich damit nur machen, wenn alle Wohnungen leer sind. Dann kann nach Belieben renoviert, umgebaut, zusammengelegt werden, um die Wohnungen dann entweder zu wesentlich höheren Sätzen zu vermieten, oder, was derzeit eher präferierte Praxis ist, als Eigentumswohnungen zu verkaufen. Alternativ kann das Haus noch eine Weile dem Verfall preisgegeben werden, um dann wegen Baufälligkeit eine Abrissgenehmigung zu erhalten. Auch mit einem Neubau lässt sich wesentlich mehr Profit machen als mit einem Altbau, in dem noch Menschen mit alten unbefristeten Verträgen wohnen.

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Thema Leerstand

  • Juli 9, 2012 22:01

-> [als .pdf] Thema Leerstand

Alternative Nutzung und „soziale“ Hauseigentümer

Leerstand und Zwischennutzung sind ein aktuelles und ein brisantes Thema: Während manche Prekariatsverträge genau das vorantreiben was sie bezeichnen, nämlich die Prekarisierung der Lebensumstände der NutzerInnen, werden einige sogenannte Zwischennutzungen tatsächlich produktiv. So geschehen im Haus Mühlfeldgasse 12 im zweiten Bezirk. Dort wurde im November vergangenen Jahres Menschen ohne fixe Wohnmöglichkeiten eine 6 Monatige Nutzung der leerstehenden Wohnungen und der verlassenen, verwüsteten Pizzaria im Erdgeschoss angeboten. In einem halben Jahr entstand so aus einer sehr heterogenen, schnell entstandenen Gruppe von Menschen eine Gemeinschaft. In dieser Gemeinschaft wurde nicht nur das gemeinsame Leben selbstbestimmt und kollektiv organisiert, sondern auch Raum für viele geschaffen – mit regelmäßiger Volxküche, regelmäßigem Filmeschauen, Nachbarschafts Festln, einem Kost-Nix-Laden und einer kleinen Bibliothek.

 

Das Projekt „Die Pizzaria“ sprach sich schnell herum, und nicht nur positiv. So wurde der Vergleich zu einer Situation in Graz gezogen, bei der die zur Nutzung eingeladenen „Chaoten“ für den Auszug der verbliebenen AltmieterInnen mit unbefristeten Verträgen sorgten.

Auch in der Mühlfeldgasse 12 gibt es solche MieterInnen, deren Mietverträge, Kategorie D, unkündbar sind. Und auch die schätzen den Umgang der HauseigentümerInnen mit dem Haus gar nicht – im Gegenteil.  Schon der Vorbesitzer wollte mit dem denkmalwürdigen Haus offenbar ein großes Geschäft machen und kündigte unrechtmäßig alle Mietverträge. Das Haus sollte luxussaniert werden, um dann als  Eigentumswohungen teuer wieder verkauft zu werden. Dazu sollten Wohnungen zusammengelegt, und Lifte und Vollbäder eingebaut werden.

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