Nery Alaev

Nery Alaev, Immoblienspekulant, wurde bekannt durch seine brutalen Methoden zur Vertreibung von Mieter_innen. Prominentester Fall ist das Haus Mühlfeldgasse 12. Zusammen mit Avner Motaev ist Nery Alaev unter anderem involviert in den Immobilienfirmen Castella GmbH, BCA Immobilien GmbH und PSN Immobilien GmbH. Alle drei haben ihren Firmensitz in der Kaiserstraße 6.

Wenn in Wien ein Lager brennt

  • September 5, 2012 19:15

In der Nacht auf Dienstag den 05.09.2012 fiel ein Teil des Hauses in der Heinestrasse 12 einem Großbrand zum Opfer. Ein Auszug aus einem Artikel zum Brand:

Wien – Ein Großbrand in der Nacht auf Dienstag in Wien-Leopoldstadt hatte am Vormittag für etwa 200 Anrainer ein unangenehmes Nachspiel: Weil die Einsatzkräfte in dem zerstörten Gebäude in der Heinestraße drei stark erwärmte Acetylengasflaschen gefunden hatten und die Gefahr bestand, dass diese explodieren, wurden Bewohner aus angrenzenden Häusern vorübergehend evakuiert. Ein Beamter des Einsatzkommandos Cobra schoss die Flaschen schließlich auf, damit das Gas kontrolliert entweichen konnte. Gegen 13 Uhr konnten die Anrainer in ihre Wohnungen zurückkehren.

Da sich die Pizzeria in unmittelbarer Nachbarschaft der Heinestrasse befindet wurde der Brand am nächsten Tag auch von Bewohner_innen des Hauses bemerkt. Vor allem bemerkten wir auch die 20 Menschen die sich vor dem Haus befanden und dort mit ein paar Bündeln und ziemlich verzeifelten Gesichtern am Fahrbahnrand saßen. Auf Nachfrage wurde in Erfahrung gebracht, dass es sich um die ehemaligen Bewohner_innen des Hauses im Innenhof handelte. Diese waren in dem 2-stöckigen, als Lager klassifiziertem Haus untergebracht. Ohne schriftliche Verträge und damit augenscheinlich ohne jegliche rechtliche Sicherheit. Auf die Frage wo sie Heute schlafen sollten wurde seitens der Stadt und der Polizei nur mit einem Schulterzucken reagiert, Hausverwaltung oder Hauseigentümer ließen sich nicht blicken. Auf unseren Hinweis, dass diese Menschen schon seit langem hier wohnen und nun keine Bleibe haben, daher Unterstützung brauchen reagierten die Beamten mit höhnischen Kommentaren. Von „Die können eh zur Botschaft gehen“ „Das sind ja eh nur Illegale, für die ist von uns niemand zuständig“ bis zu „Was geht Sie das an, warum sollte ich mit ihnen überhaupt reden“. Uns wurde von den Betroffenen erzählt, dass die Polizei sie sogar vom Gehsteig vertreiben wollte. Manche der ehemaligen Bewohner_innen hatten noch Papiere und wichtige Gegenstände im Haus, dieses zu betreten wurde ihnen jedoch aufgrund angeblicher Einsturzgefahr verwehrt. Währenddessen durften Bauarbeiter jedoch bereits mit den Aufräumarbeiten beginnen. Dieselben Bauarbeiter die vor einem Monat beim Versuch der illegalen Räumung der Pizzeria aktiv waren, zu diesen Verstrickungen später mehr.

>>>—>>> Klicken zum Weiterlesen „Wenn in Wien ein Lager brennt“

Hauseigentümer macht schon wieder Stress, Polizei spielt mit!

  • August 8, 2012 17:43

Nachdem die Castella GmbH unter Führung von Alaev und Motaev vor knapp einer Woche einen illegalen Räumungsversuch unternommen haben, kamen sie heute zurück und versuchten den spieß umzudrehen. Sie beschuldigten die Bewohner_innen in ihre(!) Wohnungen eingebrochen zu sein. Die Polizei spielte mit und verwehrte Pizza-Angehörigen den Zutritt.

Kommt vorbei und unterstützt uns!

die miete steigt – pizza bleibt

It’s gettin freaky…

  • August 7, 2012 19:37

… wir waren nach den ereignissen der letzten tage auf einiges gefasst, doch dass jetzt sogar ein in Verruf gekommene ehemaliger Chefinspekter der Wiener Polizei mit von der Partie ist… naja freaky eben doch lest selbst (klicken auf den Kurier-Artikel zum vergrößern):

 

Also nochmal zum mitschreiben: Der ehemalige hohe Beamte ist vor einigen Jahren über einen veritablen Skandal gestolpert, er hatte sich mit der Gürtelmafia verbündet.  Erst vor kurzem war er in eine Erpressung involviert und stand als Zeuge vor Gericht.  Und eigentlich sollte er irgendwann für 8 Monate in den Häfn.  (s. Links am Ende d. Artikels) Jetzt arbeitet er augenscheinlich für die Duras Immo GmbH.  Diese ist u.a. im Besitz von Neri Alaev, der auch Teilhaber der Castella GmbH ist. Ein gemeinsamer Freund hat die beiden zusammen gebracht, vielleicht Markus Schwaiger? Chef der MSI – Detektei des Westens, welche auf ihrer Homepage damit wirbt mit Verfassungschutz und Polizei zusammen zu arbeiten? Wie in einem anderen Haus, welches den Herrn Alaev und Motaev zugeordnet werden kann, glauben die Eigentümer an einen Nachbarschaftsstreit (wiederum link unten). In diesem Fall besonders krass, da es sich nicht um einfache Farbschmiererein handelt, sondern um einen neonazistischen Code. Die angeblichen Verwicklungen des Markus Schwaiger in Geschäfte mit einem gewissen Machowetz, lassen uns jedoch hellhhörig werden. Auch die Rolle der Polizei muss neu betrachtet werden. Ziemlich gangsta das ganze…

Pizza bleibt!

 

 

Linksammlung:

Franz Pripfl

http://www.news.at/articles/0836/10/218130/polizist-mafioso-die-vorwuerfe-bia-kripobeamten-franz-pripfl

http://www.heute.at/news/oesterreich/wien/art23652,686308

http://kurier.at/archiv/startliste.php?suche=h%3F&suchevonjahr=2012&suchevonmonat=01&suchevontag=30&suchebisjahr=2012&suchebismonat=02&suchebistag=06&simple=1&offset=79&suchseite=

http://www.news.at/articles/0748/10/190665/wiener-polizei-skandal-wurde-absicht-

 

Vergleich der Firmenregister – Infos sind im blauen Kasten am u. Rand der Page

http://www.firmenabc.at/duras-immobilien-gmbh_DZam#Firmenbuchdaten   Duras Immobilien GmbH

http://www.firmenabc.at/castella-gmbh_FqOF Castella GmbH

 

Vergleich der Berichterstattung aus 2 verschiedenen Häusern die den Herrn Motaev und Alaev zugeordnet werden können… Nachbarschaftsstreit… eh klar

http://regionaut.meinbezirk.at/wien-01-innere-stadt/chronik/dubiose-geschaefte-in-der-immo-branche-d231174.html

http://regionaut.meinbezirk.at/wien-02-leopoldstadt/chronik/mieter-kampf-um-wohnung-d112051.html

Eigentümer versuchen illegale Räumung!

  • August 2, 2012 21:06

Die Eigentümer der Castella GmbH versuchen seit heute nachmittag eine illegale Räumung der Pizzeria und der vom Verein gemieteten Wohnungen. Zur Unterstützung haben sie sich etwa zehn Bauarbeiter, Markus Schwaiger und einen weiteren Mitarbeiter vom Detektivunternehmen MSI sowie einen Schlosser mitgebracht. Mehrere Wohnungen wurden aufgebrochen und die Schlösser ausgetauscht. Es wurde der Versuch gemacht, die Tür der Pizzeria zu zu mauern. Steine und Mörtel liegen noch immer vor der Tür. Im Stiegenhaus wurden Menschen daran gehindert, hoch zu gehen und zu ihren Wertsachen in den Wohnungen zu gelangen. Dabei wurden mehrfach Menschen angepackt, weggedrängt und gegen die Wand gedrückt. Auch der Eigentümer Avner Motaev wurde dabei mehrfach handgreiflich. Für eine reguläre Räumung müssten die Eigentümer eine Räumungsklage bei Gericht einbringen und die Entscheidung des Gerichtes abwarten. Es handelt sich nicht um eine Hausbesetzung, da die Menschen von den Eigentümern selbst ins Haus gelassen wurden, daher ist auch der Paragraph zur Räumung von Besetzungen nicht anwendbar. Das weiß auch die Polizei. Das Resultat davon ist, dass die Polizei sagt, sie habe sich neutral zu verhalten. Es gibt die Aussage seitens der Polizei, das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung habe die Anweisung gegeben, nicht einzuschreiten. Die Eigentümer glauben, sie könnten alles machen, weil sie im Grundbuch stehen. Das Eindringen in Wohnungen sowie die Handgreiflichkeiten sind davon aber natürlich nicht gedeckt. Scheinbar wollen die Eigentümer die Öffentlichkeit eines Gerichtsprozesses meiden, weil darin ihre Methoden noch weiter offen gelegt werden könnten.

Bitte kommt zur Unterstützung vorbei, die Anwesenheit von vielen Menschen ist definitiv ein Schutz, auch für unsere körperliche Unversehrtheit.

Besitzer + Exekutive in der Pizzeria…

  • August 2, 2012 17:40

Gegen 16:00 kam Herr Motaev mit 4 anderen Personen in das Haus. Er belästigte eine Mietpartei, rief nach einigen Gesprächen die Polizei.
Seit ungefähr 17:00 befinden sich vor dem Haus einige Polizisten und beobachten die Situation…

Bitte kommt vorbei und helft uns.. Die Lage ist unklar.

Übergriffe und Bespitzelung

  • Juli 12, 2012 19:29

heute 12.7.2012 17.30 Uhr

Drei Männer, zwischen 1,80 und 1,95 m groß, breitschultrig, alle mit Headset, versuchen sich Zugang zum Haus zu verschaffen. Sie rütteln an der Pizzariatür und an der Haustür. Sie klingeln bei mindestens eine -r/-m MieterIn und geben sich als Bewohner des Hauses aus. Der/die MieterIn öffnet die Tür nicht, und die drei setzen sich in’s Auto und warten. Als jemand mit Kamera auftaucht und fotografiert, fahren Sie sofort los. Es waren nicht die gleichen Detektive wie letzte Woche.

Bitte helft uns, die Nummerntafel L – HPG 1 zu identifizieren.

 —>>>

Spekulation mit Wohnraum in Wien

  • Juli 10, 2012 17:49

-> [als .pdf] Spekulation mit Wohnraum in Wien

Über das Haus in der Mühlfeldgasse 12 und die Methoden der Eigentümer

Der Prozess der sogenannten Bestandsfreimachung spielt eine zentrale Rolle bei der Spekulation mit Wohnraum. Die Vorfälle rund um das Haus in der Mühlfeldgasse waren zuerst in diesem Zusammenhang Thema in einem Augustin-Artikel vom 17. November 2011. Am Beispiel dieses Hauses lässt sich ein Eindruck gewinnen, mit welchen Methoden dabei teilweise verfahren wird.

Bereits der Voreigentümer schaffte es, das Haus bis auf drei Wohnungen zu entmieten. Dabei wurde unter anderem auf ein Ehepaar Druck ausgeübt, das bereits seit vier Jahrzehnten in dem Haus wohnt. Ihre Wohnung liegt im dritten Stock unterm Dach, ist aus zwei Wohnungen zusammengelegt, groß und hell. Damit ist sie sehr attraktiv etwa zum Verkauf als Eigentumswohnung. Mieter_innen mit einem alten, verhältnismäßig billigen Mietvertrag sind da natürlich ein Dorn im Auge. Irgendwann wurde Gerumpel vom Dachboden her gehört, als ein Mieter ins Stiegenhaus kam um nachzusehen, wurde der Eigentümer gesehen, wie er sich in einer Nische versteckte – wie ein Dieb im eigenen Haus.

Kurz darauf lief bei Regenfällen Wasser in die Wohnung des Ehepaars, mindestens einmal stand es knöcheltief. Das Dach war bis dahin immer dicht gewesen. Der Eigentümer weigerte sich, für die Reperatur aufzukommen. Seit Sommer 2011 ist das Haus verkauft, und es ist immer noch unklar, ob der ehemalige Eigentümer oder die aktuelle Eigentümerin, die Castella GmbH die Kosten für die Sanierung des Wasserschadens übernehmen wird. Derweil sind zwei Räume der Wohnung u.a. aufgrund von Schimmelbefall nicht nutzbar.

Die Castella GmbH setzt die Vertreibungstaktik des Voreigentümers fort, treibt sie sogar noch auf die Spitze. Sie kaufte das Haus, nachdem eine Zeit lang viele Kaufinteressierte vorbeigekommen waren. Scheinbar war es nicht einfach, das Haus mit drei verbliebenen Mietparteien zu verkaufen. Denn der größtmögliche Profit lässt sich damit nur machen, wenn alle Wohnungen leer sind. Dann kann nach Belieben renoviert, umgebaut, zusammengelegt werden, um die Wohnungen dann entweder zu wesentlich höheren Sätzen zu vermieten, oder, was derzeit eher präferierte Praxis ist, als Eigentumswohnungen zu verkaufen. Alternativ kann das Haus noch eine Weile dem Verfall preisgegeben werden, um dann wegen Baufälligkeit eine Abrissgenehmigung zu erhalten. Auch mit einem Neubau lässt sich wesentlich mehr Profit machen als mit einem Altbau, in dem noch Menschen mit alten unbefristeten Verträgen wohnen.

—>>>

Thema Leerstand

  • Juli 9, 2012 22:01

-> [als .pdf] Thema Leerstand

Alternative Nutzung und „soziale“ Hauseigentümer

Leerstand und Zwischennutzung sind ein aktuelles und ein brisantes Thema: Während manche Prekariatsverträge genau das vorantreiben was sie bezeichnen, nämlich die Prekarisierung der Lebensumstände der NutzerInnen, werden einige sogenannte Zwischennutzungen tatsächlich produktiv. So geschehen im Haus Mühlfeldgasse 12 im zweiten Bezirk. Dort wurde im November vergangenen Jahres Menschen ohne fixe Wohnmöglichkeiten eine 6 Monatige Nutzung der leerstehenden Wohnungen und der verlassenen, verwüsteten Pizzaria im Erdgeschoss angeboten. In einem halben Jahr entstand so aus einer sehr heterogenen, schnell entstandenen Gruppe von Menschen eine Gemeinschaft. In dieser Gemeinschaft wurde nicht nur das gemeinsame Leben selbstbestimmt und kollektiv organisiert, sondern auch Raum für viele geschaffen – mit regelmäßiger Volxküche, regelmäßigem Filmeschauen, Nachbarschafts Festln, einem Kost-Nix-Laden und einer kleinen Bibliothek.

 

Das Projekt „Die Pizzaria“ sprach sich schnell herum, und nicht nur positiv. So wurde der Vergleich zu einer Situation in Graz gezogen, bei der die zur Nutzung eingeladenen „Chaoten“ für den Auszug der verbliebenen AltmieterInnen mit unbefristeten Verträgen sorgten.

Auch in der Mühlfeldgasse 12 gibt es solche MieterInnen, deren Mietverträge, Kategorie D, unkündbar sind. Und auch die schätzen den Umgang der HauseigentümerInnen mit dem Haus gar nicht – im Gegenteil.  Schon der Vorbesitzer wollte mit dem denkmalwürdigen Haus offenbar ein großes Geschäft machen und kündigte unrechtmäßig alle Mietverträge. Das Haus sollte luxussaniert werden, um dann als  Eigentumswohungen teuer wieder verkauft zu werden. Dazu sollten Wohnungen zusammengelegt, und Lifte und Vollbäder eingebaut werden.

—>>>